Migräne

Migräne ist eine Erkrankung des Gehirns, die nicht gänzlich heilbar, jedoch gut behandelbar ist. Migräne tritt in jedem Alter auf, mit einer Häufung zwischen der Pubertät und dem fünfzigsten Lebensjahr. Die dabei auftretenden Schmerzattacken können sich hinsichtlich Schwergrad und Dauer stark voneinander unterscheiden.

 

Ursachen von Migräne

Fest steht, dass der Migräne eine genetische Veranlagung zugrunde liegt. Der Auslösemechanismus ist nicht genau bekannt. Man vermutet, dass es zu einer veränderten Gehirnaktivität – ausgehend vom Hirnstamm – kommt. In der Folge treten Funktionsstörungen der Nervenzellen auf, die Hirngefäße erweitern und entzünden sich. Sogenannte Trigger können Migräneattacken auslösen. Diese Auslöser sind individuell sehr unterschiedlich, und zu ihnen zählen etwa Alkohol oder Stress. Oft werden Nahrungsmittel verdächtigt, Trigger zu sein. Für diese Vermutung gibt es derzeit allerdings keine wissenschaftlich fundierten Beweise.

 

Phasen einer Migräneattacke

Eine Migräneattacke läuft in Phasen ab:

  • Vorphase (Prodromalstadium): Stunden bis Tage vor dem Kopfschmerz kommt es zu unterschiedlichen Symptomen, z.B. Müdigkeit, Veränderungen des Appetits oder Stimmungsschwankungen. Diese Anzeichen können Hilfestellung für die rechtzeitigen Therapiemaßnahmen geben – die Attacken werden im richtigen Moment „abgefangen“.
  • Aura: Diese tritt nicht immer auf. Sie dauert wenige Minuten bis zu etwa einer halben Stunde und ist z.B. durch das Sehen von Lichtblitzen, Schwierigkeiten beim Hören und Sprechen sowie Verwirrung und Kribbeln im Körper/auf der Haut gekennzeichnet. Das Auftreten der Aura wird auf Funktionsstörungen im Gehirn zurückgeführt. Kommt es innerhalb einer Stunde im Anschluss zu Kopfschmerzen, spricht man von Migräne mit Aura.
  • Kopfschmerzphase: Diese ist durch teils sehr starke – meist einseitige – Kopfschmerzen, die pochend, klopfend oder stechend sind, gekennzeichnet. Diese Phase kann bis zu etwa drei Tage andauern.
  • Besserungsphase (Postdromalstadium): Während des Abklingens der Schmerzen kommt es oft zu Müdigkeit, getrübter Stimmung und verminderter Belastbarkeit.
    Die Schmerzen verstärken sich meist durch Bewegung. Häufig gehen mit den Kopfschmerzen Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie Übelkeit/Erbrechen einher.

 

Quelle: Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs

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