Traumatische Erlebnisse

Belastungen können so massiv sein, dass sie bis hin zum Nervenzusammenbruch oder zu einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung führen. Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – auch Posttraumatic Stress Disorder (PTSD) genannt – stellt eine verzögerte oder verlängerte Reaktion auf eine extreme Bedrohung dar.

Neben der PTBS gibt es auch noch die akute Belastungsreaktion – den sogenannten Nervenzusammenbruch. Das ist eine stunden- bis tagelang anhaltende Reaktion auf außergewöhnliche körperliche und/oder seelische Belastungen bei ansonsten nicht psychisch erkrankten Patientinnen/Patienten. Dies kann z.B. nach einer Vergewaltigung, Katastrophe (wie Erdbeben, Hochwasser) oder unerwarteten bedrohlichen Veränderungen der sozialen Beziehungen vorkommen.

 

Die posttraumatische Belastungsstörung

Beschrieben wurde diese Störung erstmals im Zusammenhang mit Kriegserlebnissen.
Posttraumatische Belastungsstörungen können auf außergewöhnliche Bedrohungssituationen oder Veränderungen katastrophalen Ausmaßes folgen. Dies sind Ereignisse, die bei (fast) jeder/jedem eine schwere Verstörung hervorrufen, z.B. Naturkatastrophen, schwere Unfälle oder Terrorismus. Die wichtigsten Symptome sind wiederholte unausweichliche Erinnerung an das belastende Ereignis, sozialer und emotionaler Rückzug und ein Zustand der vegetativen Übererregbarkeit.

Die Störung folgt dem Trauma mit einer Verzögerungszeit von Wochen bis Monaten. Die PTBS ist eine tiefgreifende psychische Störung, die auch die Anfälligkeit für andere psychische Störungen erhöht – wie etwa Suchtverhalten.

 

Akute Belastungsreaktion – Nervenzusammenbruch

Zu akuten Belastungsreaktionen kommt es innerhalb von Minuten nach einem massiv traumatisierenden Ereignis. Dieses Trauma stellt eigentlich fast immer eine ernsthafte Gefährdung für die Patientin/den Patienten dar.

Nach einem anfänglichen Gefühl der Betäubung kommt es zum Auftreten von Symptomen wie Depression, Angst, Überaktivität oder sozialem Rückzug. Auch vegetative Zeichen der Angst treten auf wie etwa schnellerer Herzschlag oder Schwitzen. Es kann in diesem Zusammenhang auch zu einem Selbstmordversuch kommen. Nach Stunden bis ca. drei Tagen ist diese Störung weitestgehend verschwunden.

 

Quelle: Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs

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